NEWS

Bekanntmachungen des Vorstandes, Presserklärungen, Presseartikel, Meldungen die den Verein betreffen, Termine über Veranstaltungen usw.
Skepsis und ein sehr schlechtes Gefühl
(Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 16.02.2019 - Autor: David Benedyczuk) am 17.02.2019 um 08:58 (UTC)
 Röchling Völklingen hat beste Karten für die direkte Rückkehr in die Fußball-Regionalliga. Doch die lange Verletztenliste nährt Zweifel.
Es könnte alles so schön sein: Der SV Röchling Völklingen hat den Regionalliga-Abstieg bestens verkraftet und sich in die Spitzengruppe der Fußball-Oberliga eingereiht. Mit 38 Punkten geht die Mannschaft von Trainer Günter Erhardt als Tabellenzweiter und damit auf dem Relegationsplatz in die restlichen 15 Partien. Eine Wiederholung der Ereignisse von Mai 2017, als den Völklingern über die Relegation der Aufstieg in Liga vier glückte, scheint möglich. Sogar der direkte Aufstieg ist bei nur vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Rot-Weiß Koblenz möglich.
Im Gegensatz zu einigen Völklinger Spielern, die ihre Aufstiegswünsche unlängst untermauert hatten (wir berichteten), blickt der Trainer voller Skepsis auf die Restrunde, die an diesem Sonntag, 17. Februar, um 15 Uhr mit dem Spiel beim Tabellen-16. TSV Emmelshausen beginnt. „Nach unserer Vorbereitung habe ich ein sehr schlechtes Gefühl, weil wir viele Ausfälle zu beklagen haben“, sagt Erhardt.
Mit Nico Zimmermann und Idir Meridja verpassten zwei wichtige Mittelfeldstützen die Vorbereitung komplett. Zimmermann hat Hüftprobleme. Diese hatten ihm bereits im ersten Halbjahr eine lange Pause eingebracht. Meridja laboriert an einer Knieverletzung. Wie lange beide fehlen, ist unklar. Offensivspieler Gibriel Darkaoui wird nach einer Operation wegen eines Knöchelbruchs in dieser Saison gar nicht mehr spielen. Marvin Wollbold erlitt in der Hallenrunde eine Bänderverletzung und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Dazu erwischte es Jan Issa am Samstag beim Völklinger 2:0-Erfolg im Testspiel gegen Ligarivale FC Wiesbach (Tore durch Fabian Scheffer und Marcel Linn). Der Offensivspieler erlitt einen Nasenbeinbruch und verlängert die Liste der Ausfälle. „Im letzten Testspiel musste ich mit Patrik Herbrand einen Torwart als Stürmer einwechseln. Das spricht wohl nicht gerade für eine optimale Vorbereitung“, verdeutlicht Erhardt die knifflige Lage. Zumal die Ausfälle Spieler betreffen, die mit ihrer Erfahrung im Aufstiegsrennen das Zünglein an der Waage sein könnten. Dazu gehört auch der im ersten Halbjahr so starke Julian Kern, der nach überstandenen Adduktorenproblemen erst seit einer Woche wieder im Training ist. „Es sind halt auch nicht gerade unwichtige Spieler, die sich verletzt haben“, sagt Erhardt.
Mit Jordan Steiner kam im Winter ein Zugang. Der 22-Jährige war im Sommer vom 1. FC Saarbrücken zum FC Saargemünd in seine französische Heimat gewechselt. Nun soll er bei Röchling Völklingen die Meridja-Lücke im defensiven Mittelfeld schließen. „Wir werden sehen, ob ihm das gelingt. Er muss einen stabilen Spieler ersetzen, der immer seine Leistung bringt. Der erste Eindruck ist gut, aber es zählt halt die Runde, nicht die Leistung in den Tests“, erklärt Erhardt. Auf die teils guten Resultate wie gegen Wiesbach oder zuvor beim 3:1-Sieg gegen den FK Pirmasens und beim 0:0 gegen den FC Homburg (beide Regionalliga) gibt er nicht viel: „Wir haben ja auch 1:7 gegen die SV Elversberg verloren – solche Ergebnisse interessieren einfach nicht.“
Den direkten Wiederaufstieg hält Erhardt ob der Personalsorgen für unrealistisch: „Ein voller Kader wäre die Grundvoraussetzung für eine gute Rückrunde gewesen. Wären alle fit, hätten wir sicher gute Chancen. So aber bin ich da sehr skeptisch.“ Zum Auftaktgegner Emmelshausen sagt Erhardt: „Die kämpfen um den Klassenverbleib, von daher ist das eine unangenehme Aufgabe. Auch der Kunstrasen dort kommt uns nicht gerade entgegen.“ Das Hinspiel gewannen die Völklinger im Hermann-Neuberger-Stadion mit 4:0.
 

26. Hallenturnier des SV Röchling Völklingen 06
Presseerklärung von Wolfgang Brenner (1.Vors.) am 02.01.2019 um 08:17 (UTC)
 Von Freitag, dem 11.01. bis Sonntag, den 13.01.2019 veranstaltet der SV Röchling Völklingen 06 sein 26. Hallenturnier, den Ruhland Kallenborn-Cup in der Hermann Neuberger-Halle. Anstoß ist freitags um 18.15. Uhr, samstags um 10.00 Uhr und sonntags um 13.30 Uhr. Sonntags ist aber auch noch ab 09.00 Uhr ein Turnier für D-Jugendmannschaften vorgeschaltet. Den Veranstaltern ist es gelungen eins der größten vielleicht sogar das größte Qualifikationsturnier zum diesjährigen Volksbanken-Mastersfinale zu organisieren, denn es haben 34 Mannschaften gemeldet. Darunter das Team des FV Diefflen, des SV SAAR 05 Jugend, der SF Köllerbach, des 1. FC Riegelsberg, des SC Großrosseln, die beiden Mannschaften des SV Röchling Völklingen sowie fast alle Mannschaften aus Völklingen und der Umgebung von Völklingen. Des Weiteren nehmen auch 7 Mannschaften aus Frankreich an diesem Event teil, bei dem auch wieder über 60 Wertungspunkte unter den besten vier Mannschaften verteilt werden. Der SV Röchling baut wie immer seine vereinseigene Rund-Um-Bande auf und der Club der Förderer veranstaltet auch wieder eine sehr attraktive Tombola. Der Preis für ein Los beträgt 1,- € und mit dem Los hat man die Möglichkeit Fernseher, weitere wertvolle Elektrogeräte, Fahrräder, Reisen usw. zu gewinnen. Ein renommiertes Autohaus aus Völklingen wird seine Fahrzeuge präsentieren und am Sonntag wird einer der Co-Sponsoren über seine innovativen Wellness- und Reinigungsprodukte informieren. Für das leibliche Wohl wird wie immer bestens gesorgt sein in Form von selbstgebackenen Kuchen und herzhaften Schnittchen, Würsten usw. und natürlich werden auch alle gängigen Getränke vorrätig sein. Um diese Veranstaltung zu organisieren werden an allen Tagen wieder über 50 Helfer im Einsatz sein, bei denen der Verein sich schon jetzt sehr herzlich bedankt. Ruhland Kallenborn aus Ensdorf und die Verantwortlichen des SV 06 freuen sich darauf viele Besucher bei dem Hallenturnier begrüßen zu können.
 

SV Röchling peilt den Aufstieg an
Quelle: Saarbrücker-Zeitung vom 23.12.2018 - Autor: red. am 27.12.2018 um 11:55 (UTC)
 Nach einem durchwachsenen Auftakt hat sich der Klub gefangen und eine gute Perspektive für die Rückrunde.

Hinter den Oberliga-Fußballern des SV Röchling Völklingen liegt ein gelungenes Halbjahr nach dem sofortigen Abstieg aus der Regionalliga: Nach dem Abstecher in Liga vier konnte die Mannschaft um Trainer Günter Erhardt im Kern gehalten werden. Zudem kamen mit der Verpflichtung von Mittelfeldarbeiter Julian Kern und Angreifer Maziar Namavizadeh zwei echte Glücksgriffe. Nach einem 0:3-Fehlstart bei Saar-Rivale Hertha Wiesbach kam der SVR immer besser auf Touren: „Wir hatten in der Vorbereitung viel Verletzungspech. Das trug dazu bei, dass es anfangs holprig lief und uns die Konstanz etwas abhanden kam“, sagt Erhardt, der mit dem Jahresendspurt seiner Elf dann umso zufriedener sein konnte: „Hinten raus haben wir gut gepunktet. Das lässt uns jetzt alle Optionen für die Rückrunde“ – also auch die Chance, wie 2017 erneut den Regionalliga-Aufstieg zu schaffen.
Als Tabellenzweiter mit 38 Punkten aus 19 Partien liegt der SVR zur Winterpause nur vier Zähler hinter Spitzenreiter RW Koblenz, der zwischenzeitlich schon auf zehn Punkte enteilt war. „Ich denke, dass der aktuelle Kader das Potenzial besitzt, um bis zum Schluss vorne mitzuspielen“, sagt Erhardt. Winterneuzugänge hält er daher nicht unbedingt für nötig, auch wenn er „mit der Einstellung des einen oder anderen nicht zufrieden“ war, ohne Namen zu nennen.
Es spricht viel dafür, dass die Liaison angesichts der Entwicklung, die nach Erhardts Übernahme Anfang 2014, als der Verein in akuter Abstiegsnot steckte, eingesetzt hat, noch weiter anhält. Gespräche über eine Verlängerung habe es noch nicht gegeben, sagt der Trainer zwar. Andererseits preist er die sportliche Situation als gut wie selten zuvor an: „Wir sind einer der besten reinen Amateurvereine im Südwesten Deutschlands“, betont der 58-Jährige. Den Regionalliga-Abstecher habe der Klub sehr gut verkraftet, sagt der Ex-Vorsitzende und aktuelle Geschäftsführer Wolfgang Brenner: „Das hat nicht dazu geführt, dass sich ernsthafte Einschnitte ergeben haben. Das zeigt ja die Tatsache, dass wir die Mannschaft größtenteils halten konnten. Es ist uns gelungen, die Ausgaben in der Oberliga anzupassen, weil die Einnahmen im Vergleich zur vierten Liga natürlich geringer sind. So hatten wir Spielraum, um uns etwa mit Namavizadeh gut zu verstärken“, so Brenner.
Der Geschäftsführer betont, der Verein sei weiter nicht auf Rosen gebettet, dank der Hilfe treuer Sponsoren und neuer Partner aber in einer durchaus guten finanziellen Situation. „Wir haben keinen Großsponsor, der bei Bedarf die Schatulle öffnet. Wir müssen um alles kämpfen und auch Ideen entwickeln, um neue Gelder zu erschließen oder Einsparungen vorzunehmen. Aber das gelingt uns ganz gut“, sagt Brenner. Eine Einnahmequelle ist unter anderem das eigene Hallenturnier vom 11. bis 13. Januar in der Hermann-Neuberger-Halle, bei dem 34 Teams mitmischen. Eine weitere Idee wird dann beim 26. Ruhland-Kallenborn-Cup umgesetzt, denn es sind eine Autoausstellung und andere Rahmenprogrammpunkte in den Völklinger Budenzauber integriert. Dass der SVR ob der vielen Gäste auch viele Verpflichtungen bei anderen Hallenturnieren einging, ist Trainer Erhardt durchaus ein Dorn im Auge – schließlich besitze die Feldrunde nach dem guten Abschneiden umso mehr Priorität: „Die fielen Turnierverpflichtungen gefallen mir gar nicht. Die Verletzungsgefahr in der Halle ist groß, wir werden daher öfter rotieren als zuletzt“, sagt Erhardt, der mit dem SVR ja sogar Masters-Titelverteidiger ist. Für die Oberliga-Restrunde erwartet er „ein enges Rennen. Es gibt einige Aufstiegs-Kandidaten, die alle mehr oder weniger ähnliche Voraussetzungen haben. Der Rückrundenstart wird da sicher ganz entscheidend sein“, so der Trainer. Der Auftakt steht am 16. Februar bei Aufsteiger TSV Emmelshausen an – es könnte der Start zu einer möglichen Wiederholung der Ereignisse von vor anderthalb Jahren sein, als Völklingen als Vizemeister den Sprung nach oben vollzog: „Machbar ist das schon – und sportlich werden wir alle alles versuchen, um das Optimum rauszuholen“, sagt Erhardt.
 

Zum Rückrundenauftakt gegen den FC Hertha Wiesbach
Pressemitteilung von W.Brenner (Geschäftsführer) am 13.11.2018 um 17:01 (UTC)
 Zum Rückrundenauftakt in der Oberliga Rheinland/Pfalz/Saar empfängt am Samstag, dem 24.11.2018 um 14.00 Uhr der SV Röchling Völklingen 06 den FC Hertha Wiesbach im Hermann Neuberger-Stadion. In diesem Spiel hat der Gastgeber noch einiges gut zu machen, denn im Vorspiel gab es in Wiesbach eine empfindliche 0 : 3 Niederlage auf dem dortigen Kunstrasenplatz. Die Mannschaft um Trainer Michael Petry hat sich nach zwei Siegen in Folge auf den 8. Tabellenplatz vorgearbeitet und verfügt u. a. mit Julien Wamsbach im Tor, Sebastian Lück in der Abwehr, Giovanni Runco und Djibriel Diallo, beide im Mittelfeld über überdurchschnittliche Oberligaspieler. Auch der Trainer weiß seine Mannschaft an der Außenlinie immer wieder zu motivieren. Bei den Gastgebern sollten bis auf Luca Dimitrijevic (ausgekugelter Ellenbogen) alle Spieler fit sein. Trainer Günter Erhardt hat also die Qual der Wahl. Erfreulich ist auch, dass die Heimmannschaft nach den Siegen in Idar Oberstein und zu Hause gegen den VfB Dillingen wieder den 2. Tabellenplatz inne hat und es jetzt gilt diesen zu verteidigen, denn zwischen Platz zwei und Platz fünf liegen nur einer bzw. zwei Punkte. Dies wird aber kein Selbstläufer und wird nur möglich sein, wenn das Team um Spielführer Rouven Weber alles abruft und wenn alle verinnerlichen, dass man aufgrund der Vorspielniederlage auch noch etwas gut zu machen hat.

Einen Tag später ist die Mannschaft mit Günter Erhardt wieder im Einsatz und zwar beim traditionellen Frühschoppen des Clubs der Förderer in der Hüttenschänke in Völklingen, Bismarckstraße. Dort werden auch die zweite Mannschaft und die Jugend des Vereins vertreten sein incl. der Vereinsverantwortlichen.

Vom 11. Bis 13. Januar 2019 richtet des SV Röchling Völklingen sein großes Hallenturnier, den Ruhland Kallenborn-Cup, aus. Bisher haben 34 Mannschaften zugesagt, so dass die Voraussetzungen für eine tolle Veranstaltung gegeben sind. Die Verantwortlichen des SV Röchling bitten alle Interessierte sich die vorstehend genannten Termine vorzumerken und freuen sich natürlich auch auf den zahlreichen Besuch der Anhänger beim nächsten Heimspiel und natürlich auch bei den anstehenden Events.
 

Röchling Völklingen gegen TuS Koblenz
Pressemitteilung von Wolfgang Brenner am 16.10.2018 um 16:47 (UTC)
 Am Freitag, dem 26.10.2018 empfängt um 19.30 Uhr der SV Röchling im Hermann Neuberger-Stadion die Mannschaft von TuS Koblenz; einen der großen Traditionsvereine aus dem Südwesten Deutschlands. Vor einigen Jahren spielte die TuS noch in der zweiten Bundesliga. Leider mussten die Gäste, wie auch die Gastgeber, in der letzten Saison aus der Regionalliga absteigen und so trifft man sich in der Oberliga Rheinland Pfalz/Saar wieder. Die TuS musste einen großen Aderlass an Spielern nach dem Abstieg verkraften und dementsprechend groß waren die Veränderungen innerhalb der Mannschaft. Der Start in die neue Spielzeit verlief sehr holprig und so fand sich die Mannschaft nach einigen Spielen am Tabellenende wieder.
Mittlerweile hat man aber 7 Begegnungen nicht mehr verloren und hat sich auf den 11. Tabellenplatz vorgearbeitet. Die Gastgeber tun also gut daran diesen Gegner nicht an seinem momentanen Tabellenplatz zu messen, denn die Mannschaft ist stärker als der Mittelfeldplatz aussagt. Die Heimmannschaft hat sich auf den dritten Tabellenplatz vorgearbeitet und hat im Augenblick auch keine größeren Verletzungsprobleme. Sogar Nico Zimmermann befindet sich seit gut 2 Wochen wieder im Mannschaftstraining und mit ihm kann mittelfristig wieder gerechnet werden; was dem Mittelfeldspiel des Teams sicherlich gut tun würde. Die Mannschaft mit ihrem Trainer Günter Erhardt und natürlich auch die Verantwortlichen des Vereins würden sich wünschen wieder mehr Anhänger im Stadion bei den Heimspielen begrüßen zu können. Waran es liegt, dass so wenige Zuschauer die Spiele besuchen ist für alle nicht ganz nachzuvollziehen. Die Mannschaft hat von 7 Heimspielen 6 gewonnen; belegt z. Zt. -wie schon erwähnt- den dritten Tabellenplatz und kämpft mit sehr viel Engagement um jeden Punkt und hat gute Chancen, mit ein wenig Spielglück, ganz vorne in der Tabelle zu landen. Auch ist die Oberliga die erste Überregionale Klasse und ist sehr attraktiv und life ein Fußballspiel zu erleben ist ursprünglicher, intensiver und auch ein größeres Erlebnis als Fußball vor dem Fernseher.
Positiv ist, dass sich wieder ein Fanclub „Herzblut-Röchling“ gegründet hat, der die Mannschaft bei allen Heim- und Auswärtsspielen lautstark und fair unterstützt. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen und können sich u. a. auf der Geschäftsstelle des SV Röchling bzw. auch bei den Spielen des Teams bei den anwesenden Mitgliedern des Fanclubs anmelden bzw. sich auch informieren.
Der SV Röchling Völklingen 06 freut sich auf den zahlreichen Besuch aller Fußballfans.

Viele Grüße, Wolfgang Brenner
(Gesch.-Führer SV Röchling VK)
 

Schlammschlacht beim SV Röchling Völklingen ?
Von David Benedyczuk am 05.10.2018 um 18:11 (UTC)
 Ärger auf der Funktionärsebene: Neuer Sportdirektor Weiser trat schnell wieder zurück. Ist auch Geschäftsführer Brenner weg ?

Versinkt der SV Röchling Völklingen im Chaos? Oder ist am Ende alles gar nicht so heiß, wie es gekocht wird? Ein online veröffentlichtes Interview von Wolfgang Brenner brachte den Stein ins Rollen. Darin geht der Geschäftsführer des Fußball-Oberligisten, der bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung am 8. Juni noch Vorsitzender war, auf die jüngsten Einbußen auf Vorstandsebene ein.

Präsident Michael Arnold habe sein Amt niedergelegt, weil er sich mehr dem Beruf widmen wolle. Wolfgang Volontieri, sein Vorgänger als Geschäftsführer, sei laut Brenner nicht bereit gewesen, als zweiter Vorsitzender weiterzumachen. Stattdessen war auf der Versammlung Ralf Weiser in dieses Amt gewählt und zudem als neuer Sportdirektor eingesetzt worden. Am 22. August reichte Weiser aber bereits wieder sein Rücktrittsgesuch ein.
Das entsprechende Dokument veröffentlichte Weiser samt einer Stellungnahme zu Brenners Interview, in der er diesen der Lüge bezichtigt. Brenner hatte angegeben, Weiser sei aus zeitlichen Gründen von seinen Posten zurückgetreten. Stattdessen ist auf seinem Rücktrittsgesuch zu lesen: „Das Handeln von Wolfgang Brenner und Anderen innerhalb des Vereins hat eine Tragweite erreicht, die ich als Funktionär des Fußballverbands Südwest nicht weiter tolerieren darf und kann.“

In seinem Statement zum Brenner-Interview ergänzte Weiser: „Es war vom ersten Tag an nicht möglich, in Völklingen konzentriert im Team zu arbeiten. Wolfgang Brenner und Trainer Günter Erhardt haben meine Arbeit immer wieder untergraben oder hinter meinem Rücken Absprachen getroffen“, kritisierte er – und legte nach: Demnach sei Brenner am 13. August gar als Geschäftsführer zurückgetreten und habe danach den Vorstand unter Druck gesetzt, so Weiser. Brenner selbst sagte zum vermeintlichen Rücktritt nur: „Ich bin nach wie vor als Geschäftsführer im Vereinsregister eingetragen.“ Für alles andere gelte: „Kein Kommentar. Das klären wir intern.“ Auch der am 8. Juni neu gewählte Vorsitzende Christian Sauer wollte sich zur Thematik nicht äußern.

Ex-Präsident Arnold, der im Mai 2016 ins damals vakante Präsidentenamt gewählt worden war, bestätigte derweil Brenners Ausführungen im Interview, die von Weiser ebenfalls angezweifelt wurden: „Meine Amtszeit endete mit dem Datum der Mitgliederversammlung, wo ich mich nicht mehr zur Wahl gestellt habe. Ich habe vor einiger Zeit eine bundesweit operierende Beratungsfirma mit Sitz in Bad Homburg mitbegründet, deren Geschäftsführer ich bin“, erläuterte Arnold. Er habe „gespürt, dass die zeitliche Belastung zu groß wird, um mich den Aufgaben als Präsident in der harten Zeit nach dem Regionalliga-Abstieg adäquat widmen zu können.“ Weiter werde er sich nicht äußern.

Geäußert hatte sich nach Weisers Vorstoß dagegen zeitnah Wolfgang Volontieri. Dem Nachrichtenportal „SaarNews“ teilte er mit, Brenner habe ihn als Geschäftsführer „abgesäbelt“. Brenner habe im November 2017 in einer Vorstandssitzung geplante Umstrukturierungen präsentiert, die ihn als Geschäftsführer vorsehen und mit seinem Rücktritt zum 31. Mai gedroht, sollte dem nicht zugestimmt werden. „Damit hat er den Vorstand gleich unter Druck gesetzt“, wird Volontieri zitiert. Seinen Vorschlag, die Geschäftsstelle gemeinsam zu leiten, habe Brenner abgelehnt: „Denn er hat ein Problem: Einen starken Mann neben sich duldet er nicht“, so Volontieri.
Bei Weiser sei es genauso gewesen, allerdings eher in Bezug auf die Arbeit mit Röchling-Trainer Günter Erhardt: Weiser ließ verlauten, er sei zurückgetreten, „weil ich mit diesem Trainer auch nicht mehr zusammenarbeiten wollte.“ Erhardt selbst gab an, er könne den Aufruhr nicht verstehen. Es gehe da um zwischenmenschliche Dinge, die nicht in die Öffentlichkeit gehörten: „Wir haben andere Probleme. Ich muss schauen, dass es sportlich funktioniert. Es geht hier nicht um Einzelne, sondern um den Verein“, sagte der 57-Jährige. Die sportliche Entwicklung unter Erhardt war mit dem Regionalliga-Aufstieg 2017 – trotz direkten Abstiegs – zuletzt positiv. Die jüngsten Ereignisse dagegen zeichnen ein schwaches Bild – egal, ob es letztlich „Gewinner“ in der Causa geben wird, der Verein scheint schon jetzt der Verlierer zu sein.
 

<-Zurück

 1  2  3  4  5  6 Weiter -> 
COPYRIGHT Alle Rechte vorbehalten. Insbesondere dürfen Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste und Internet sowie Vervielfältigung auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. – auch auszugsweise – nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung von Michael Blank erfolgen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Haftung übernommen werden. Mit Übergabe der Manuskripte und Bilder an die Redaktion erteilt der Verfasser Michael Blank das Recht zur Veröffentlichung. Honorierte Arbeiten gehen in das Verfügungsrecht von Michael Blank über. Warennamen werden ohne Gewährleistung einer freien Verfügung genutzt.