Schotten dicht gegen Schott
Müde Nullnummer zuhause gegen Mitaufsteiger Mainz
[ Quelle: Saarbrücker-Zeitung vom 04.09.2017 - Autor: David Benedyczuk ]

7. Spieltag der Regionalliga-SW am Sa. 02.09. 2017 - 14:00 Uhr
Herm.-Neuberger-Stadion -
Anfahrtsplan - 66333 Völklingen

SV RÖCHLING VK 06

0 : 0

TSV SCHOTT MAINZ

SR: - Wlodarczak, Timo (ESV Weiterode) / Zuschauer: 617

Tore: - Fehlanzeige

Es schien der perfekt Zeitpunkt für den zweiten Saisonsieg zu sein: Mit dem Mitaufsteiger TSV Schott Mainz einen Gegner auf Augenhöhe zu Gast, der nach nur einem Zähler aus fünf Partien nicht mit der breitesten Brust daherkam. Dazu die Möglichkeit, die unglückliche 0:2-Niederlage aus der Vorsaison in Mainz, die den SV Röchling letztlich die Oberliga-Meisterschaft kostete, vergessen zu machen.
Völklingens Trainer Günter Erhardt zauberte dafür mit Dominic Altmeier einen weiteren Spieler aus dem Hut, der die Rheinhessen aus den letzten Oberliga-Duellen bestens kannte. Doch auch das sollte nichts bringen: Am Ende teilten beide in einer überaus mäßigen Nullnummer die Punkte. Mit insgesamt sieben Akteuren in der Startelf, die bereits letzte Saison Bekanntschaft mit Schott gemacht hatten – bei den Gästen waren es gar deren acht –, fand Völklingen vor 617 Zuschauern zu selten ein Mittel, um gegen den alten Rivalen Torchancen zu generieren. Angreifer Altmeier, der weite Teile der Vorbereitung verpasst hatte, vor Kurzem nun aber doch seinen Vertrag verlängerte, hatte eine seiner besten Szenen, als er den rechts durchstartenden Milan Ivana in Szene setzte. Der Slowake zielte deutlich über den Kasten
(37.) – es war noch die beste Völklinger Aktion in Hälfte Eins, nach der Ruddy Mpassi statt Altmeier neben Felix Dausend für Offensivimpulse sorgen sollte. Die beste Gästechance vor der Pause hatte Torschützenkönig Janek Ripplinger (37 Oberliga-Tore), der frei vor SVR-Keeper Jeff Kornetzky zu zögerlich agierte und noch gestoppt wurde (40.). „Wir waren in der ersten Halbzeit klar besser und müssen führen. Nach dem Seitenwechsel war Völklingen dann deutlich gefährlicher“, urteilte Schott-Trainer Sascha Meeth. Das sah auch Gegenüber Erhardt nicht anders, der in der Halbzeit wohl die richtigen Worte fand, denn nach der Pause drückte der SVR zunächst auf die Tube und kam zu einigen Chancen – so zielte Moritz Zimmer knapp rechts am Tor vorbei. Gegen Ende vergab Ivana nach Zuspiel Nico Zimmermann, der am Samstag 32 Jahre alt wurde, eine Chance, als er im Strafraum am Mainzer Joshua Iten vorbei nach innen zog, aber knapp links vorbeischoss. „Jetzt waren wir hinten endlich mal stabil, haben zu null gespielt – und dann schießen wir hier kein Tor. Das ist natürlich zu wenig“, sagte Erhardt. Schott hatte in Hälfte Zwei nur noch eine gefährliche Szene: Nach einem Ballverlust des eingewechselten Jeremy Lundy ließ Ripplinger die Völklinger Idir Meridja und Rouven Weber stehen, ehe der Mainzer Goalgetter frei vor dem Tor rechts verzog. Kurz vor Ende handelte sich Völklingens Gianluca Lo Scrudato Gelb-Rot ein (90.). Für den Neuzugang von der SV Elversberg II bereits der zweite Platzverweis in Folge, nachdem er im Heimspiel zuvor beim 4:4 gegen den VfB Stuttgart II in der Nachspielzeit die Ampelkarte kassiert hatte. Lo Scrudato wird somit am nächsten Sonntag fehlen, wenn um 14 Uhr das Gastspiel bei der TSG Hoffenheim II ansteht.

Die Reserve des Bundesligisten liegt mit fünf Punkten aus sechs Spielen als 14. direkt vor dem punktgleichen SV Röchling, der bereits ein Mal mehr gespielt hat – und gegen Mainz erstmals in der Regionalliga ohne Gegentor blieb, nachdem in sechs Partien zuvor 21 Treffer kassiert worden waren.

SV RÖCHLING VK: - Jean Francois Kornetzky - Idir Meridja 55.) - Felix Dausend 55.) > 78. < Marvin Wollbold) - Caner Metin - Rouven Weber (C) - Moritz Zimmer - Nico Zimmermann - Gianluca Lo Scrudato 77.) > 90.) - Fabian Scheffer > 65. < Jeremy Rochel Lundy) - Dominic Altmeier > 46. < Ruddy M´Passi) - Milan Ivana -

TSV SCHOTT MAINZ: - N.Reichel - Jonas Raltschitsch - Joshua Iten - Necmi Gür 33.) - Janek Ripplinger - Arif Güclü 55.) > 57. < Ilias Soultani) - Manuel Schneider - Nicklas Schlosser - Marco Senftleben - Christoph Jan Just - Leon Kern > 85. < Edis Sinanovic) -