Völklinger bleiben in der Offensive meist harmlos.
Kapitän Weber: „
Der FCS war heute einfach eine Nummer zu groß für uns.
[ Quelle: - Saarbrücker-Zeitung vom 21.08.2017 - Autor: Ralph Tiné ]

Wolfgang Brenner hatte zu Beginn letzter Woche gesagt: „Wenn wir mit ein oder zwei Punkten aus dieser Woche herauskommen, wäre das schon super.“ Dem Vorsitzenden des SV Röchling Völklingen war klar, dass für den Regionalliga-Aufsteiger gegen die Meisterschaftsfavoriten Waldhof Mannheim und 1. FC Saarbrücken nur mit einer optimalen Leistung und viel Glück überhaupt etwas zu holen sein wird.
Am Ende blieb beides aus, die Punkte gingen jeweils an die Gegner. Nachdem die Schwarz-Roten bei der 1:3-Heimniederlage gegen Mannheim am Mittwoch zumindest phasenweise eine ernsthafte Konkurrenz darstellen konnten, waren die Hüttenstädter am Samstag beim 0:3 im Derby gegen die Landeshauptstädter chancenlos.
Wir haben heute wiederum Lehrgeld bezahlt. Wir wollten das Spiel eigentlich ausgeglichener gestalten, aber Saarbrücken hat klar und verdient gewonnen“, urteilte Röchling-Trainer Günter Erhardt. Das sah auch Vereinspräsident Michael Arnold nicht anders: „In der ersten Halbzeit haben wir noch ganz gut mitgehalten. In der zweiten Hälfte hat Saarbrücken dann klar gezeigt, wer Herr im Haus ist.
Vor 3418 Zuschauern im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion tauchten die Spieler des Aufsteigers in der ersten Halbzeit zumindest ab und zu in der Nähe des FCS-Kastens auf. Nach dem Wechsel fand der SV Röchling offensiv aber quasi nicht mehr statt. Tore schossen nur die Saarbrücker, für die Martin Dausch einen Dreierpack schnürte
(28., 49.. 72.). „
In der ersten Halbzeit war es für uns noch möglich, ein Tor zu schießen. In der zweiten Halbzeit war das nicht mehr möglich“, kommentierte Erhardt den Spielverlauf.
Röchling-Kapitän Rouven Weber sagte: „Da hätte alles passen müssen, um hier einen Punkt mitnehmen zu können. Aber der FCS war heute einfach eine Nummer zu groß für uns. Es war uns ja im Vorfeld schon klar, dass wir in dieser Liga immer an unser Limit müssen, um etwas zu holen. Dass es unterhalb des Limits schnell nicht mehr reicht, war in mehreren Mannschaftsteilen zu sehen. „
Nach vorne muss einfach mehr kommen. Und wir haben Probleme hinten links und rechts. Da müssen wir uns stabilisieren. Aber die Jungs sind auch keine gelernten Außenverteidiger“, sagte Erhardt. In Abwesenheit des Gelb-Rot-gesperrten Jeremy Groß besetzten die gerade erst aus der U19 aufgerückten Jannick Meßner und Lars Birster die Außenpositionen. Im Sturmzentrum kam Felix Dausend anstelle von Ruddy M‘Passi zu seinem ersten Startelf-Einsatz. Doch auch der neue Mittelstürmer blieb mit seinen Kollegen aus der Offensivabteilung wirkungslos.


„ Wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt “
[ Quelle: - Saarbrücker-Zeitung vom 21.08.2017 ]

Der 1. FC Saarbrücken besiegt Röchling Völklingen mit 3:0. Neuzugang Dausch erzielt alle Tore gegen den Aufsteiger.

4. Spieltag der Regionalliga-SW am Sa. 19.08. 2017 - 14.00 Uhr
Herm.-Neuberger-Stadion - Anfahrtsplan - 66333 Völklingen

1. FC SAARBRÜCKEN

3 : 0

SV RÖCHLING VK 06

SR: - Kempter, Michael (VfR Sauldorf) / Zuschauer: 3418

Tore: - Martin Dausch (28./49./FE 73.)

Der Mann des Tages kannte nach dem Abpfiff nur einen Weg: Martin Dausch wollte zur Tribüne, zu seinen beiden Söhnen. „Das ist für mich das wichtigste, mein Highlight. Sie wollen nach jedem Spiel zum Papa auf den Platz und dann selbst aufs Tor schießen“, erzählt der Neuzugang des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken, der mit seinen drei Treffern am Samstag natürlich entscheidenden Anteil am 3:0 (1:0)-Erfolg über Röchling Völklingen hatte.
3418 Zuschauer im Hermann-Neuberger-Stadion mussten sich aber fast eine halbe Stunden gedulden, ehe es zum ersten Mal nach Fußball aussah. „
Das hat mich bis dahin an unser Spiel voriges Jahr gegen Pirmasens erinnert. Wir hatten zu viele Ballverluste im Spielaufbau. Aber Völklingen war Gott sei Dank anders als der FKP nicht in der Lage, daraus Kapital zu schlagen“, sagte FCS-Linksverteidiger Mario Müller. „Das war ein schweres Spiel für uns. Wir mussten uns nach dem Pokalspiel gegen Union Berlin erst mit der Situation auseinandersetzen, nicht mehr der Außenseiter zu sein. Das war vom Kopf her heute schwerer als von den Beinen“, ergänzte Dausch. Müllers Gefühl im linken Bein und Dauschs Kopf waren dann entscheidend für das 1:0 (28. Minute), bei dem Röchlings Bester – Torwart Jeff Kornetzky – chancenlos war. Der Franzose bewahrte seine Mannschaft vor der Pause vor einem höheren Rückstand. Zwei Mal klärte er glänzend gegen den völlig freistehenden Tobias Jänicke (41.).
FCS-Trainer Lottner hatte seine Mannschaft personell und taktisch umgestellt, spielte ein 4-1-4-1-System ohne Marco Holz und Oliver Oschkenat, dafür mit Alexandre Mendy und Markus Obernosterer. Letzterer bereitete mit einem feinen Pass vorbei an gleich vier Völklingern das 2:0 vor. Dausch setzte den Ball in den Winkel
(48.). Es war das erste Lebenszeichen Ober­nosterers, der im FCS-Trikot bislang noch überhaupt nicht überzeugen konnte. „
Mit Sicherheit ist da noch Luft nach oben“, relativierte Lottner die Kritik am Ex-Elversberger. „Heute hat er ein gutes Spiel gemacht.
Denn der Österreicher war auch irgendwie am dritten Treffer beteiligt. Schiedsrichter Michael Kempter war allerdings der einzige im Stadion, der den Körperkontakt des Ex-Saarbrückers Caner Metin und Obernosterers als strafstoßwürdig ansah. „Obi“ hatte mehr in den Boden getreten, war so zu Fall gekommen. Dausch war es egal, er verwandelte den Elfmeter sicher zum 3:0-Endstand
(72.). Ein Ergebnis, das nur ansatzweise die Überlegenheit des FCS widerspiegelt.
Saarbrücken verzichtete am Ende darauf, immer müder werdende Völklinger im eigenen Stadion höher abzustrafen. „
Wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt“, sagte Lottner, für den mit den Spielen beim SC Freiburg II am Mittwoch und gegen die Stuttgarter Kickers am Sonntag wieder eine englische Woche ansteht. Dreifach-Torschütze Dausch hat mittlerweile übrigens auch privat den „Dreierpack“ geschnürt. Der dritte Spross ist unterwegs und wird im kommenden Frühjahr zur (FCS-) Familie stoßen.
Die FCS-Fans protestierten am Samstag mit Spruchbändern gegen den Deutschen Fußball-Bund, gegen Kollektivstrafen, die Aufstiegsregelung und die Kommerzialisierung im Fußball. Applaus gab es dafür in der Halbzeit für Rapper EstA, der im FCS-Trikot seine Ode an das Saarland vortrug – und den Blau-Schwarzen auch mehrere Verse widmete.


1. FC SAARBRÜCKEN: - Daniel Batz - A. Mendy - Marlon Krause - Martin Dausch 73.49.73.) - Manuel Zeitz 44.) - Patrick Schmidt - Markus Obernosterer > 71. < Markus Mendler) - Kevin Behrens > 74. < Christof Fenninger) - Mario Müller 79.) - Tobias Jänicke > 60. < Sascha Wenninger) - Marco, Kehl Gomez

SV RÖCHLING VK: - Jean Francois Kornetzky - Jannik Luka Meßner - Mike Andreas - Felix Dausend > 58. < Idir Meridja) - Caner Metin > 73. < Marvin Wollbold) - Rouven Weber - Moritz Zimmer - Nico Zimmermann - Milan Ivana - Gianluca Lo Scrudato - Lars Birster > 46. < Ruddy M´Passi50.)